| Flaschenkinder vor Nestle | Die Brustkrebsepidemie | |||
| Auch schon vor Nestle gab es
künstliche Säuglingsernährung. Schon aus dem ersten Jahrhundert nach
Christi sind Saugflaschen beschrieben, die Gutti
genannt werden. Sie hatten eine Tülle zum Saugen. Ab welchem Alter dieselben benutzt wurden und was in ihnen enthalten war, ist nicht bekannt. Möglicherweise ein Mischung von Milch und Honig, die den damaligen Gipfel der kulinarischen Glückseligkeit darstellten und natürlich einen Höhepunkt im Leben eines Kleinkinds ganz reicher Eltern darstellen konnten. Als magischer Vorgeschmack wird auch ägyptischen Kindern nach der Geburt eine Mischung aus Milch und Honig in den Mund gegeben, wie Jehan Sadat in ihrer Autobiographie berichtet. Auch in Persien soll diese Gewohnheit früher gelegentlich geübt worden sein. |
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| Moderne Versuche zur künstlichen Säuglingsernährung | ||||
| Barbara Orland berichtet über die künstliche
Säuglingsernährung im neunzehnten Jahrhundert und wie der Sohn der
Königin Viktorias als einer der ersten in den Genuss von Justus Liebigs
Milchsuppe für Säuglinge kam.
Auch Justus von Liebig wurde von Ärzten zu dieser Erfindung angeregt, von seine Schwiegersöhnen und erfand schon 1865 eine Kindersuppe.. Woran man wieder erkennen kann, dass die Kinde reicher Leute als erste von den Neuerungen der Medizin erreicht oder sollte man besser sagen erwischt werden. |
Risiken für Kinder reicher Leute | |||
| Wissenschaft,
Markt und Erfahrung - "natürliche" versus
"künstliche" Erährung im neunzehnten Jahrhundert
von Barbara Orland Der Anfang ist etwas langweilig. Das ändert sich aber. |
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| Franz von Soxhlet | ||||
| Franz von Soxhlet, Professor in Weihenstephan
propagierte 1891 seinen Soxhlet Apparat zur Sterilisierung der Milch.
Er wurde von Kinderärzten stark angegriffen, weil die Milch hinter her zwar erst mal steril, dafür aber auch sonst alles kaputt war, besonders die Vitamine. |
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| Und so wogte die Auseinandersetzung um die
beste Säuglingsmilch hin und her, bis sie in den Weltkriegen, von anderen
Problemen verdrängt, aus dem Mittelpunkt der Diskussion geriet. Und
mittlerweile hat sie Flaschenmilch so etabliert, dass sie sogar eines der
ersten Dinge ist, die wohlmeinende Hilfsorganisationen in
Katastrophengebiete bringen.
Schließlich lösen unglückliche Säuglinge die stärksten Impulse zur Hilfsbereitschaft aus. Sogar verwaiste Elefanten und eingesammelte Igel kommen mittlerweile in den Genuss mit Kuhmilchprodukten aufgepäppelt zu werden. Und so wundert es nicht, dass bei afrikanischen Igeln in Amerika, die vermutlich nicht selbst in die USA geschwommen, sondern dort als Haustiere gehalten werden, schon Brustkrebs beschrieben wird. |
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| Das neue Auftreten der Brustkrebsepidemie bei Igeln: | ||||
| Ein Tier, das meines Wissens als
"Haustier" ziemlich neu ist, ist der Igel.
In Deutschland werden kleine Igel, wenn der Winter naht, mittlerweile gerne aus dem Garten und mit ins Haus geholt, um ihnen zu helfen die kalte Jahreszeit zu überstehen. Die Menschen denken, dass einige der jungen Igel zu schwach sind, um selbständig zu überwintern und haben sich zu diesem Zwecke an vielen Orten zusammengetan und Igelschutzstation und andere gemeinnützige Vereine zu gründen, die sich dem Überleben junger Igel widmen. Um nichts falsch zu machen und die Igel möglichst artgerecht aufwachsen zu lassen, werde auch vielfältige Informationsschriften erstellt, in denen ausdrücklich vor dem Füttern der Igel mit Milch gewarnt wird, was böswillige natürlich sofort vermuten lässt, dass es wohl nicht selten vorkommt. Statt dessen soll man Würmer und Insektenlarven, Schnecken und anderes Getier verfüttern. Wenn man sich aber die oft älteren Semester anschaut, die sich gerne dem Igelschutz widmen, kann man sich schlecht vorstellen, dass sie sich mitten in der kalten Jahreszeit auf Regenwurmsuche begeben, um ihre Igel artgerecht durch den insektenarmen Winter zu bringen. Außerdem was macht man mit den ganz jungen Igeln, die noch nicht so richtig beißen können? Ich war jedenfalls nicht völlig erstaunt, als ich gleich bei meiner ersten Wanderung über die Webseiten von Igelschutzvereinen, die Abbildung eines im Vergleich zu der riesigen Babyflasche winzigen Igels fand, der daraus ein weiße Flüssigkeit saugte, die ich auf den ersten Blick für Milch gehalten hätte. Wie dem auch sei. In Kenntnis dieser Entwicklung ist man nicht überrascht Berichte über Brustkrebs bei Igeln zu finden. Interessanterweise handelte es sich dabei um afrikanische Igel, die amerikanischen Haushalten und Zoos entstammten und bereits in Gefangenschaft geboren waren (Raymond). So dass man sich gut vorstellen kann, dass sie schon früh mit künstlicher Säuglingsernährung konfrontiert wurden. Sieben von acht Tumoren waren bösartig und auch Metastasierung in die Lymphdrüsen wurde beobachtet. Interessant an Raymonds Übersicht ist, dass er erwähnt, dass auch früher schon oft Tumoren bei Igeln gefunden wurden, dass der Brustkrebs aber neu zu sein scheint. Das wundert in diesem Zusammenhang ja nicht, da die Karriere des Igels als Haustier ja auch erst vor kurzem begonnen hat. Ein anderer Bericht aus Kanada beschreibt die erfolgreiche Operation eines an Brustkrebs leidenden Igels (Wellehan), der mit einer kommerziellen Igelnahrung, und außerdem mit Äpfeln und Rosinen ernährt wurde. Die Existenz einer kommerziell hergestellten Igelnahrung kann man wohl nur so deuten, dass der Igel es mittlerweile auch in Kanada, einem Land mit sehr kalten Wintern, zum Haustier gebracht hat. |
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| Sojamilch für Säuglinge? | ||||
| Auch Sojamilch ist für Säuglinge keine Alternative! | ||||