| Die Jelliffes und ihr Einsatz für das Stillen | Die Brustkrebsepidemie | |||
| Die Jelliffes beobachteten in erster Linie die
verheerenden Auswirkungen der Flaschenernährung in armen Ländern. Dort
sind die finanziellen und hygienischen Möglichkeiten der Mütter oft so
knapp sind, dass flaschenernährte Säuglinge Infektionen und zu wenig zu
essen bekommen.
Aber es fiel ihnen auch auf, dass in den reichen Ländern etwas weniger schlimmes, aber langfristig gesehen auch sehr problematisches geschieht. Die Säuglinge lernen zu viel zu essen. Die angegebenen "richtigen" Mengen auf den Packungen sind oft sehr hoch. Ob dass so ist, weil die Firmen gerne viel Pulver verkaufen wollen oder weil der Traum der Mütter früher oft ein möglichst schnellwachsendes, "gut" genährtes Baby war, ist schwer zu sagen. Man muss vermuten, dass die Menschen, die in der Vergangenheit immer von Nahrungsmangel bedroht gewesen waren, wahrscheinlich einen unbewusst, immer noch vorhandenen Traum verwirklichten wollten, viel zu essen. Und das Gute und Beste, wer möchte das nicht für seine Kinder. Oft halten die Mütter die Gewichtszunahme auch für ein Zeichen guten Gedeihen. Jedenfalls beobachteten die Jellifes und bald auch andere Kinderärzte, dass die Flaschenkinder schneller Gewicht zulegten und wuchsen.
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